Informationen zur Montignac Methode

Alles zur Montignac Methode

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Informationen zur Montignac Methode

Beitragvon andreas » 06.11.2006, 20:48

Die Montignac Methode
Viele Menschen haben schon die unterschiedlichsten Diätmethoden und Konzepte ausprobiert. Bei manchen führt das auch zum gewünschten Erfolg, manche haben aber das Richtige für sich noch nicht entdeckt. Aber wer weiß, vielleicht klappt es ja mit der Montignac Methode endlich, das Wunschgewicht zu erreichen.

Dieses Ernährungskonzept geht auf den Begründer Michael Montignac zurück. Es unterscheidet sich bereits im Ansatz elementar von anderen Diätvorstellungen, denn Montignac geht nicht davon aus, dass die Kalorienzufuhr für eine Gewichtszunahme entscheidend ist, sondern die Insulinausschüttung. Diese führt laut Montignac zu Hypoglykämie, im Volksmund auch besser als Unterzuckerung bekannt. Diese signalisiert dem Körper wiederum, dass ein Nahrungsmangel herrscht, der ihn veranlasst, Reserven in Form von Fettpolstern zu bilden. Ist der Insulinspiegel auf einem gesunden Niveau, also eher niedrig, kann der Körper die aufgenommene Energie vollständig verbrennen. In den Essgewohnheiten, die in den heutigen Industrienationen vorherrschen, sind oft Nahrungsmittel, die, aufgrund ihres hohen Zucker- und Stärkegehalts, den Insulinspiegel sehr schnell erhöhen. Deshalb, so Montignac, haben viele Menschen heutzutage mit Übergewicht zu kämpfen. Dieser Ansatz ist deshalb so neu, weil es nicht mehr um das bekannte Kalorienzählen geht. In anderen Diäten geht man ja davon aus, dass Lebensmitteln mit derselben Kalorienzahl beliebig austauschbar sind. Dem widerspricht Montignac.
Wer die Montignac Methode befolgen möchte, muss seine Ernährung nach bestimmten Kriterien ausrichten. Die Umstellung soll allerdings nicht, wie bei anderen Diäten üblich, nur über einen begrenzten Zeitraum geschehen, sondern dauerhaft sein. So reduziert sich natürlich auch der Jo-Jo-Effekt. Allerdings ist eine Ernährungsumstellung nicht immer ganz einfach und erfordert viel Disziplin, weil man womöglich einige alte Gewohnheiten und Vorlieben abstellen oder zumindest reduzieren muss.

Im Großen und Ganzen geht es nicht darum, auf bestimmte Bestandteile der Nahrungsmittel zu verzichten. Fette oder Eiweiße oder Kohlenhydrate sollen nicht für einen Zeitraum weggelassen oder nur wenig zu sich genommen werden, sondern die Kohlenhydrate werden in bestimmte Kategorien eingeteilt. Es gibt sehr gute, gute und schlechte Kohlenhydrate. Die Einteilung erfolgt aufgrund ihres glykämischen Indexes. Der Ansatz wurde von Montignac Ende der 80er Jahre vorgestellt und war damals noch weitgehend unbekannt. Mittlerweile hat sich die Richtigkeit der Theorie aber durch viele Tests und Studien bestätigt. Somit ist dieser Ansatz nun weltweit bekannt und wird von anderen Diätexperten übernommen.

Viele Laien können mit dem Begriff vom glykämischen Index wahrscheinlich nichts anfangen. Das Grundprinzip ist aber schnell erklärt. Das Glykämiepotenzial eines Kohlenhydrats wird gemessen. Dieses Potenzial ist die Fähigkeit eines Kohlenhydrats nach der Verdauung eine bestimmte Glucosemenge freizusetzen und damit den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Diese Erhöhung führt, wie schon beschrieben, zu einer vermehrten Insulinausschüttung, die die Einlagerung von Fettpolstern zur Folge hat. Glykämie ist also der Zuckergehalt im Blut.

Die Berechnung des glykämischen Indexes ist kompliziert und für Laien nur schwer nachvollziehbar. Es gibt aber Listen, in denen die Kohlenhydrate eingeteilt sind. Sehr Schlechte geben beispielsweise verhältnismäßig viel Glucose ins Blut ab und lassen den Insulinspiegel stärker ansteigen, als Kohlenhydrate, die als sehr gut eingestuft werden. Die Listen lassen sich beispielsweise in einem der vielen zu diesem Thema erschienenen Bücher finden.
Doch selbst, wenn man sich nun nach einer der Listen richtet und bevorzugt Nahrungsmittel aufnimmt, die einen geringen Glykämiewert haben, kann man sich noch nicht sicher sein, dass man nach Montignacs Meinung gute Kohlenhydrate zu sich nimmt. Denn es kommt auch auf die Zubereitung an. Beim Kochen oder Zerkleinern kann sich der Glykämiewert nämlich ändern. Auch dies gilt es also zu berücksichtigen, wenn man diese Diätmethode anwenden möchte.
Auf der einen Seite klingen die Ergebnisse und die Einteilung der Kohlenhydrate durchaus logisch und erfolgsversprechend. Allerdings ist die Umsetzung dieser Ernährungsform nicht immer leicht. Man muss zunächst viel über die Lebensmittel lernen. Findet man aber einen Weg, auf den glykömischen Index zu achten, kann diese Ernährungsform sicher beim Abnehmen helfen. Positiv ist vor allem, dass die Ernährungsumstellung dauerhaft sein soll. So ist die Gefahr der erneuten Gewichtszunahme, nachdem man erst einmal abgenommen hat, wesentlich geringer.

Zusammenfassend sei hier noch einmal das Grundprinzip erklärt. Nimmt der Körper nur solche Nahrungsmittel auf, die wenig Glucose ins Blut abgeben, wird auch nur wenig Insulin ausgeschüttet. Das führt dazu, dass keine Fettreserven angelegt oder vorhandene abgebaut werden.

Kritiker sagen, dass man die Glykämiewerte der Kohlenhydrate nicht isoliert betrachten kann. Schließlich nimmt man gleichzeitig auch andere Lebensmittel auf, die diesen Wert verändern. Diese können nich teins zu eins addiert werden. Außerdem ist der Blutzuckspiegel bei allen Menschen verschieden und auch die Normalwerte können schwanken. Von daher können die Werte in den Tabellen, die Auskunft über den glykämischen Index geben nur Anhaltspunkte sein.
andreas
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