Wer ich bin:
Ich bin Oli, bin 30 und komme aus Darmstadt.
Was es über mich und meinen Weg zum schlank werden zu sagen gibt:
Ich war von klein auf ein Moppel. Angefangen hat das ganze so richtig als ich ca. 4 Jahre alt war. Ich hab damals plötzlich Heuschnupfen und alle möglichen Allergien bekommen. Viel machen konnte man damals nicht. So wurde ich von den Ärzten längere Zeit mit Kortison gefüttert. Das Kortison Appetit anregend ist dürfte ja allgemein bekannt sein. Als damals schon Moppel kam dann eins zum anderen. Durch die Allergie und damit verbundenem Asthma wurde ich schon in der Grundschule vom Sportunterricht befreit weil mir ganz schnell die Puste ausging. So wurde ich bis zu meinem 27 Lebensjahr immer dicker. Bei einer Körpergröße von 1,83m lag mein Maximalgewicht vor 3 Jahren bei 122 kg. Der Entschluss endlich etwas zu ändern entstand eigentlich dadurch das ich selber den Eindruck von mir hatte immer depressiver zu werden. Depressiv durch die Probleme eine Partnerin zu finden.. durch jahrelange hänseleien in der Schule.. durch ewiges doof angeguckt werden.. durch den Kampf ansprechende Kleidung zu finden.. es hat mir einfach gelangt und ich wollte das alles nicht mehr. So hab ich vom einen auf den anderen Tag angefangen einfach fast nichts mehr zu essen. Das ganze hab ich ca. 7 Monate durchgehalten bis ich auf 96 kg herunterkam. Das war schon verdammt schwer am Anfang.. aber der Körper scheint sich schnell an das wenig essen zu gewöhnen. Nach kurzer Zeit viel es ganz leicht. Meine Hauptnahrungsmittel bestanden aus 2 Toasts am Morgen, Unmengen an Kaffe und Zigaretten. Ich hatte am Jahresanfang mit der Abnehmerei angefangen, als es dann dem Winter zu ging und um mich herum eine Flut an Plätzchen Lebkuchen und Christstollen auf mich einwirkten da wars mit dem Abnehmen vorbei. Ich habe es zwar geschafft nur gerade mal 2 kg zuzulegen (von wegen Jojo) so das ich das kommende Jahr dann mit 98 kg überstanden habe. Aber das Thema hat mich irgendwo doch noch nicht losgelassen. Schnell kam ich mir wieder viel zu fett vor und das depressive Gefühl stellte sich wieder ein. Also fing ich im Winter 2008 wieder an. Ich habe wieder angefangen fast nichts mehr zu essen... bin aber diesmal nach kurzer Zeit an die Grenzen meines Körpers gestoßen. Keine Kraft mehr, keine Energie.. schlapp. Ich habe dann das erstemal angefangen mich bewußt zu ernähren. Mir wurde klaar das ich essen muss. Das der Körper einfach was braucht.. Vitamine e.t.c. Ich fing an Kalorientabellen zu studieren. Alles was in den Einkaufswagen kam wurde erstmal auf den Kaloriengehalt überprüft. Fettfrei, zuckerfrei, light, mager, und hauptsächlich Salat was anderes kam mir nicht mehr in den Einkaufswagen. Und von all dem was ich da gekauft habe, habe ich trotzdem nur wenig gegessen. Ich habe mich mit dem täglichen Energieumsatz des Körpers befasst und von allem was ich gegessen habe die Kalorien gezählt. Immer bemüht am Ende des Tages eine negative Energiebilanz zu erreichen. Es funktionierte.. die Kilos sind wieder gepurzelt.. abes es ging mir einfach nicht schnell genug. Was sollte ich tun? Sport... ein leidiges Thema. Ich war zeit meines Lebens ein absoluter Sportmuffel. Schon dadurch das ich nur seltenst am Schulsport teilgenommen habe. Ich habe mir einen HomeRadTrainer zugelegt und mich gezwungen täglich eine Stunde zu Radeln. Ich hab Formeln durchrechnet welches Tempo ich anlegen muß um möglichst viel Kalorien zu verbrennen. Seitdem radle ich täglich 60 min bei einem Puls von ca 135 bis 153. Ein Zuckerschlecken ist das wirklich nicht . Aber die Erfolge sind enorm. Ganz abgesehn vom Glücksgefühl nach einer Stunde Leistungssport. Dieses Gefühl lernt man nach einiger Zeit richtig zu schätzen. Ich bin heute bei 73 Kilo. Von Hosenweite 42 auf 31 runter. Das Einkaufen macht wieder Spaß, ich sehe mich zum ersten mal gerne im Spiegel an. Ich fühle mich viel Glücklicher. Und dieses Glücksgefühl macht süchtig. Die Komplimente die man von seinen Mitmenschen erhält steigern das Selbstbewußtsein ungeheuerlich. Ich habe meine Diät nicht beendet. Der tägliche Gang auf die Körperwaage jeden Morgen ist zur Gewohnheit geworden. Ebenso wie das Kalorien zählen jeden Tag. Ich sage mir täglich.. da geht noch was. Ein paar Kilo weniger schaffst du noch. Wenigstens soviel bis der restliche Bauch weg ist den ich noch mit mir herum trage. Der Bauch verschwindet ja leider am allerlangsamsten. Ich halte mich nach wie vor strickt mit dem Essen zurück. Wenn ich mal außer Haus essen muß weil ich mit dem Freundeskreis unterwegs bin dann gibts nur Salat während sich die anderen die Pizzas und Schnitzel hineinschaufeln. Klaar ist das Bedürfniss auch mal wieder so etwas zu essen groß.. aber gleichzeitig ist die Energiebilanz im Hinterkopf und gleichzeitig der Wunsch nie wieder dick zu sein. Zeigt die Waage tatsächlich mal wieder ein kg mehr an wird eben doppelt so lang geradelt oder entsprechend weniger gegessen. Hauptsache das Gewicht hält sich oder verringert sich.
Was ich hier suche:
Ich erhoffe mir Diskussionen und Gespräche mit Leuten die in etwa in der gleichen Situatuin sind wie ich gerade. Irgendwo habe ich auch ein klein bischen Angst das diese Sucht des immer schlanker werdens irgendwann krankhaft wird. Wieviel Gewicht ist noch gesund bei 1,83m wann wirds abnormal. Wie denken andere darüber. Welche Erfahrungen habt ihr?
Ich bin gespannt und freue mich auf die Gespräche.
Gruß Oli

